Sophie und Hans,

ihr starbt an jenem Tag im Februar. Euer Blut am kalten Metall des Fallbeils, das euch aus dem Leben riss. Rote Tropfen auf den weißen Blüten. Ihr starbt, aber eure Rose lebte fort. Zwischen dem Krach des tosenden Krieges, unter den schwarzen Himmeln rigoros ringend, von der Kälte des Todes, des Hasses, der Vernichtung unbeeindruckt.  Euer Opfer, es war nicht umsonst. 

Heute blüht sie überall, die Weiße Rose. Ich sehe sie deutlich. Über ganz Deutschland hinweg zieht sich das Erbe eures Widerstandes, die Blütezeit der Freiheit. Nicht schattenlos leben wir jetzt, so viele Jahre nach eurem Tod. Es gibt noch Hass. Aber das Echo eurer Stimmen drängt ihn fort. Das aus der Vergangenheit strahlende Licht eures Mutes. 

Aus den Trümmern der Vergangenheit erhoben sich glücklichere Zeiten. Unseren Himmel durchzieht kein Rauch mehr, keine Kriegsflugzeuge rauschen wie im Sturm über unsere Köpfe hinweg, keine Schreie durchschneiden die Nacht. Was uns bleibt, sind Erinnerungen. Reminiszenzen an Furchtbarkeit. Wir fühlen Scham, wenn wir von Hitler sprechen und fühlen die Last des Mordes an Millionen von Menschen noch immer schwer auf dem Vermächtnis der deutschen Geschichte. Nur vereinzelt scheinen sie durch das Schwarz – die Funken der Hoffnung. All die Opfer, die gebracht wurden, im Namen der Gerechtigkeit.

Ihr seid zu Denkmälern geworden. In Berlin prangt kein Hakenkreuz mehr, heute trauern wir um die damals Gefangenen, die Gefolterten und Getöteten. Heute widmen sich euch Schulen und Stiftungen. Stumme Mahnmale des Märtyrertums. Wenn wir an Verräter denken, dann nicht an euch, sondern an die Nazis. Wenn wir an Deutsche denken, dann nicht an Hitler. An euch. An den unvergleichlichen Mut zweier Menschen, gegen eine Übermacht anzukämpfen – für das Gute, für die Freiheit, für die Menschlichkeit. Keine großen Gedanken, keine blutigen Schlachten, allein die Kraft des wahren Wortes. Wenig Stolzeres bietet unsere Geschichte. Wenig Heldenhafteres als den Mut zur Menschlichkeit entgegen allem Tosen, entgegen dem Brüllen der Massen, entgegen dem Terror der Tyrannen. Mit geradem Rücken vor dem Henker in der Richterrobe, mit gehobenem Haupt dem Tod entgegen. Euch ist es zu verdanken, dass man nicht nur angewidert auf die Deutschen jener Zeit blickt. 

Hans und Sophie Scholl. Christoph Probst. Willi Graf. Kurt Huber. Alexander Schmorell. Die zahllosen anderen Widerständler, die kaltblütig ermordet wurden, weil sie es wagten, sich entgegen allem Zerren an ihre Menschlichkeit zu klammern. Ihr steht aufrecht vor uns als die Lichtgestalten, die ihr seid. Als die Opfer einer schwer erkämpften Freiheit. Einer Gerechtigkeit, deren Früchte wir genießen dürfen. Ihr Helden, die ihr nichts außer den Tod fandet, ihr besitzt die Anerkennung einer ewig dankbaren Menschheit. Nicht deutsche, sondern menschliche Dankbarkeit. 

Ihr starbt an jenem Tag. Euer Kampf unvergessen, euer Blut bedauert, euer Mut bewundert. Und die Weiße Rose blüht weiter - an unserer Schule. 

Wir werden sie beschützen, nicht allein unseres Respektes wegen.

Maximilian Petrat

Vom 4. bis zum 7. Dezember wird es märchenhaft am Scholl. Um 8.30 Uhr und 10.30 Uhr wird in der Aula nämlich die ursprünglich aus der Feder von Hans Christian Andersen geflossene und später auch von Walt Disney inszenierte Geschichte der kleinen Meerjungfrau Arielle und ihrer großen Liebe zu den Menschen präsentiert. Komplementiert wird die Aufführung durch Gesangseinlagen des Juniorchores und Choreografien der Tanz-AG. Öffentliche Aufführungen finden außerdem am 10. Dezember um 9.30 Uhr und 11 Uhr statt und erfordern keine vorherige Anmeldung.

Hier habt ihr ein paar exklusive Einblicke.

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